26.03.2011

Überwintern.




Ende Dezember gingen alle Studenten hier in den Zugvögelmodus über um im Süden in T-Shirt & Bikini statt Pulli & Schal zu überwintern.







Für mich gings über die Weihnachtsfeiertage erstmal nach China um dort mit meinen ehemaligen Mitbewohnerinnen ein wunderbar entspanntes Weihnachten zu verbringen (stillecht Chinesisch mit Plastikchristbaum natürlich) Anschließend gings nach Kuala Lumpur, Borneo, Brunei, Vietnam, Laos und Thailand.




Gegen Ende hat die kleine Thailändische Insel Koh Lipe dann aber alle Weiterreisepläne durchkreuzt. Das Castaway Life auf der touristisch noch fast unberührten Insel war einfach too good to give it up...

So wurden aus geplanten 3 Tagen 13 :)


Während der zweieinhalb Monate auf Tour haben wir Unmengen schöner Erinnerungen gesammelt. Was aber so eine Reise noch mehr ausmacht sind all die kleinen Alltagskuriositäten & Abenteuer!

Unvergesslich bleibt zum Beispiel der Hl. Abend in einer chinesischen Kirche.... Liedtexte auf Flatscreens, der Grundlärmpegel eines deutschen Einkaufszentrums an einem Adventssamstag und ausgedehnte Handygespräche schienen hier normal zu sein. Höhepunkt war jedoch die Kommunion: (siehe Bild)

Die Hände brav gefaltet fährt der Chinese seine Ellenbogen aus um sich mit dieser Methode möglichst schnell & maximal chaotisch nach vorne zu kämpfen. Genauso wie hundert andere. Es machte fast den Eindruck als ob statt einer Hostie Autogrammkarten für Lady Gaga verteilt wurden….Unvergesslich!



Während der Zeit on tour führte uns jeder Tag wieder das Reisegesetz Nr. 1 vor Augen: Nichts ist planbar!


Sei es die Tatsache das Klemens' Gepäck erst nach 17 Tagen seinen Weg nach Asien gefunden hat, oder die unzähligen Transportpannnen in Vietnam (20 Std eingequetscht im Bus zwischen Reissäcken & Limetten oder als der Zug nach 17 Std Fahrt plötzlich stehen blieb für 1, 2, ... 5 Std! (möglicherweise auch länger, wir haben uns jedenfalls nach 5 STd zu Fuss auf die Suche nach Zivilisation & Taxi gemacht)




…Besonderes Glück hatten wir aber auch beim Rollerfahren. Ein geplatzter Reifen, ein abgebrochener Schlüssel und ein halbstündiger Tankstellenmarsch dank leerem Tank zählen zur Bilanz (jaja ich weiß letzteres wäre planbar gewesen^^ )


Anyway.

Genau diese Erfahrungen gespickt mit magic moments wie das Schwimmen mit 2 Riesenschildkröten, einen Gespräch mit einem jungen buddistischen Mönch in Laos, sich eine komplette Insel nur mit einer handvoll Seezigeunern zu teilen oder das Gefühl freilebende Orang Utans in den Baumwipfeln am Flussufter zu entdecken - machen das Reisglück perfekt!
















Zum Ende hin war die Vorfreude auf Korea aber wieder riesengroß und ich bin mehr als bereit mich in die Abenteuer der letzten 3 Monate zu stürzen!




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