Mein erster Besuch bei einem koreanischen Friseur endete in einer Kulturstudie :)
1. Nicht wundern wenn beim Betreten erstmal Panik unter den Mitarbeitern ausbricht & alle so schnell es geht hinter irgendeiner Tür verschwinden.
2. Der absolute Albtraum eines Koreanischen Friseurs: Ausländer. Rote Haare. Locken - ja. ja. ja. JACKPOT! :)
3. Niemals das Kommunikationsproblem unterschätzen ( in meinen Fall realisiert ich das Problem erst als ich plötzlich einen Pony hatte)
4. in Deutschland ist es nur Fönen, in Korea ist es eine 1-stündige hingebungsvolle Fön Zeremonie
5. Ob fönen, schneiden oder kämmen - es arbeiten mindestens 3 Friseusen gleichzeitig an einem
6. Obwohl der Salon im 4. Stock war wurde ich unter ständigem Verbeugen bis auf die Straße runter begleitet. Das Winken im Augenwinkel hörte auch erst auf als ich schon um die nächste Häuserecke verschwunden war....
Und übrigens: 5 der anwesenden 5 Männer ließen sich ne Dauerwellen machen. Hoff ma mal das dieser Trend nicht nach Europa überschwappt :D
Zweites erstes Mal.


Während alle anderen Angst vor den Entwicklungen in Japan haben kommt bei uns der Feind aus der anderen Richtung. Der sogenannte Yellow Dust. Seoul ist in diesen Tagen nämlich immer wieder in eine gelbe Staubwolke gehüllt. Es handelt sich dabei um Sandstürme aus den Wüsten in Nordchina und der Mongolei die im Frühjahr über Korea hinwegfegen. Durch die lange Reise über chinesische Industriegebiete transportiert der Staub immense Mengen an Schadstoffen, vor allem Schwermetalle. Im Zuge desseb schiessen die Verkaufszahlen für die Mundschutz Masken, wie mann Sie aus Asiatischen Städten kennt, in die Höhe. Unglaubliche 6 Milliarden Euro Schaden verursacht das Phänomen in der Region jedes Jahr. Mich hats Gott sei Dank nur mit Husten und Halsweh erwischt aber ich bin trotzdem froh wenn wir wieder zum normalen grauen statt gelben Großstadthimmel zurückkehren :)
Das dritte erste Mal.


Templestay. Kommendes Wochenende geht's für mich mit einer koreanischen Freundin ans südlichste Ende Koreas zum Mihwangsa Tempel. Dort werden wir 3 Tage zusammen mit buddistischen Mönchen leben, diskutieren, arbeiten und meditieren. Der Mihwangsa Tempel ist bekannt als einer der schönsten im Land und liegt an einem Berghang zwischen dem chinesischen Meer und der bekannten Dalma Gebirgskette.
Da wir dort wie Mönche leben wird unser Tagesablauf folgendermaßen aussehen:
4:00 (!!!!!) Wake Up Bell

4:20 Morning Chanting & Walking Meditation
5:00 Sitting Meditation
6:30 Breakfast
7:30 Community Work
8:30 Free Time
10:00 Chanting & Walking Meditation
11:30 Lunch
12:10 Free Time
5:00 Instructions on basic temple etiquettes.
6:00 Dinner
7:00 Evening Chanting
7:30 Tea zeremony
10:00 Sleep
Nach dem langen Wochenende bin ich dann also die Ruhe und Erleuchtung in Person.
Bis dahin verbleibe ich mit ooooooohhhmmmmm und vielen Grüßen :)


