29.08.2010

Der Beginn einer Freundschaft.

Seoul und ich. Aus dem aneinander ran tasten ist inzwischen eine innige Freundschaft geworden. Kann mir fast nicht vorstellen das 1 Jahr reicht um in diese Stadt komplett einzutauchen....Im Moment sauge ich einfach alles auf und freu mich, dass es das Schicksal so gut mit mir meint :)

Viel ist passiert in der letzten Woche. Zwar waren wir noch nicht viel Sightseen allerdings haben wir viel über die koreanische Lebens- und Feierweise gelernt :)




Essen zum Beispiel. 

Das Essen hier ist extrem lecker und für 4.000 - 7.000 Won (2-5 €) kann man es sich im Restaurant schon richtig gut gehn lassen....Das ist mit einer der Gründe das man sich eigentlich ständig mit jemand zum essen trifft! Meist zieht man erst seine Schuhe aus, bekommt dann was zum Hände waschen und setzt sich im Schneidersitz an die kleinen Tischchen...man bekommt normalerweise immer ein Basisgericht mit lauter kleinen zusätzlichen Schälchen - neben Kimchi gibt es dann meist scharfe Würzpasten, Süßkartoffeln, Algen, Rettich, Nudelsalat, Salat, Soßen, Rinder- oder Fischfond, irgendwelches Seefood, Ei, Tofu, usw - meist steht der ganze Tisch voll mit Schalen und jeder bedient sich - eine sehr schöne und gesellige Art zu Essen!



Apropos Kimchi (koreanisches Nationalgericht) : Witzigerweise sagen die Koreaner auf Bildern Kiiimmmchiiii statt Cheeese und ohne das obligatorische Peace Zeichen geht gar nix. Sämtliche Klischees werden hier zu 100% abgedeckt und man gewöhnt es sich selbst verdammt schnell an! :)



Hab seit letzter Woche übrigens auch n Koreanisches Alleskönner-Handy. Was ganz praktisch ist, denn in der Stadt hat man überall Wlan Empfang und so sitzen in der Metro oder im Bus alle mit Ihren Handys da und schaun fern oder facebooken. Selbst ich surfe mittlerweile im Internet währrend ich vom einkaufen zurück ins Wohnheim laufe  oder wo warten muß.  Aber so schlimm wie bei den Koreanern ist es bei mir noch nicht,  ein Koreaner kann nicht 1 Minute ohne sein Handy leben...Vorallem die Mädels. Die haben natürlich alle pinke Modelle - da hängen dann immer noch kleine Anhänger wie Glückbringer, Lipgloss, Ubahncard, Spiegel, usw dran. 

Aber apropos koreanische Lebensweise. Regel Nr.1: Hier ist alles ein bischen verrückt und unvorhersehbar :) z.b.: 

wollte ich das Wochenende eigentlich ein bischen ruhiger angehen und auschlafen nachdem jeden Tag irgendein anderer Studentclub ne Party geschmissen hat oder es was gab wo man anstehen musste...Aber normal gibt’s hier scheinbar nicht, denn am Freitagabend hat hier im Wohnheim ne Agentur Studenten aus aller Welt für n Shooting für LG gesucht – Zack und promt fanden wir uns am Samstag irgendwo am Stadtrand von Seoul beim Photoshooting  und starrten fleißig auf unseren LG Monitor hahaha...Meine ersten selbstverdienten Won!

So kann es weitergehen :) Grüße aus Seoul!


25.08.2010

Seoul - Annette. Annette - Seoul.



Wir tasten uns langsam aneinander ran und ich bin total fasziniert und begeistert von dieser Stadt. 

So viel ist passiert in den letzten Tagen und ich lerne jeden Tag mehr über Korea & die Koreaner!

Die Erkenntnisse der letzten Tage sind: 

1. Seoul ist total verrückt, bunt und man findet an jeder Ecke was leckeres zu Essen! :)

2. Die koreanische Bürokratie ist noch viel schlimmer als die Deutsche, das kombiniert mit der Tatsache das Sie aus Höflichkeit nie zugeben würden wenn Sie was nicht wissen oder verstehen kann manchmal doch sehr anstrengend sein...  
 
 

 3. Koreaner sind extrem hilfbereit! Wenn man nach dem Weg fragt kann es beispielsweise gut sein das Sie einen direkt hinbringen (auch wenn es ne halbe Std Umweg für Sie bedeutet!) ...und gerade heute hat mir ne koreanische Freundin angeboten das ich einen Handyvertrag auf Ihren Name machen kann um die ganze Bürokratie zu umgehn...es wird einem echt überall Hilfe angeboten.

4. Das Essen ist total lecker...Auf dem Bild seht Ihr mein Lieblings-Essen-Standl. Praktischerweise werden die Teller in ne Plastiktüte gepackt -> kein Spülaufwand! Das auf dem Bild ist übrigens mein Frühstück von heute: Mandu, so ne Art koreanische Maultaschen


5. Der Yonsei Campus ist in etwa so groß wie mein Heimatdorf, hat aber 47.000 mehr Einwohner :) Um die weiten Wege zurückzulegen gibt  es einen kostenlosen Shuttlebus der einen überall hinbringt...sehr praktisch, vorallem bei der Hitze im Moment...Unten sieht man die riesige Samsung Bibliothek und ein Unigebäude.





 Sodele, mehr Erkenntnisse dann beim nächsten Mal! Ganz liebe Grüße an alle in der Heimat! (Damit dürfen sich die Österreicher auch angesprochen fühlen :) )



 

22.08.2010

Downgrading: Von Businessclass zum Strafenkatalog



Nachdem ich von allen zuhaus so lieb verabschiedet wurde -> wie man auf dem Bild sieht! :) bin ich mittlerweile gut in Korea angekommen. 

Sitz im Moment in meiner Zelle auf m Campus und gluecklicherweise hat sich rausgestellt das die Zelle gar nicht so zellenartig ist :) Hatte mal wieder Glueck und bin im ganz neu gebauten Wohnheim untergekommen und da san die Zimmer echt total in Ordnung (hab sogar nem eigenen Kuehlschrank im Zimmer, Klimaanlage und n kleinen Balkon). Allerdings gibt es einen Strafenkatalog fuer das Verhalten im Wohnheim und falls ich so dreist sein sollte ein Foto aufzuhaengen oder Rumours, also Gerüchte, verbreite sitz ich quasi schon vor der Tuer...hahaha...verrueckt diese Koreaner :)

Aber bin wirklich froh an meinem Einzelzimmer! Hab einen aus Groeningen kennengelernt der teilt sich ein Zimmer mit nem Koreaner, muß allerdings auf Bad- und Klotuer verzichten:)  


Ansonsten stand der Trip ja von Anfang an unter einem guten Stern, wurde in Frankfurt am einchecken gleich in die Businessclass upgegradet! Bin mir mit meinen Wanderschuhen, den Schlabberhosen und dem 50l Rucksack zwar n bischen deplatziert vorgekommen, aber das perfekte Rinderfilet, die Kuschel Patschn, meine eigene Stewardess die und die Tatsache das ich mit den Fussspitzen nicht mal meinen Vordemann erreicht hab wenn ich mich angestrengt hab warn dann sehr entspannungsfoerdernd  :)  Bis jetzt lief alles 1A!

20.08.2010

"...bitte versprich mir eins: Kein Blog!"

Obwohl meine beste Freundin gesagt hat: "Anni, bitte versprich mir eins: Kein Blog" möchte ich versuchen bestmöglichst in Kontakt zu bleiben und hoffe so ein bischen näher an euch in der Heimat und in all den Zeitzonen auf der ganzen Welt ranzurücken - vorallem an die Nicht-Facebookler  und Kommunisten! :)

Momentan sind es noch 27 Std bis zum Abflug und ich kann noch gar nicht glauben das ich übermorgen schon in meiner Zelle auf auf dem Campus in Seoul sitzen werde...1 Jahr, 4 Jahresezeiten und Temperaturunterschiede zwischen +40° und -40° sind auf 20 kg zusammengeschwumpft...

Momentan bin ich zwar überraschend gut organisiert aber gefühlsmäßig sehr chaotisch...Gott sei Dank beschränken sich meine Befürchtungen  aber hauptsächlich darauf, dass  der Sauerstoff in meinem 7 m² Zimmer nicht für ne ganzen Nacht reicht und das der Taxifahrer mein leihenhaftes Koreanisch nicht lesen kann....Aber sonst...Kribbeln, Vorfreude und ziemlich viel Abschiedswehmut.

Heut Abend letzter Abschieds-Sit-In mit dem Inner Circle und da Fam...dann heißt's:

Hallo Abenteuer! 안녕하세요! Annyeong Haseyo und bis bald meine Liebsten, freu mich über jedes Lebenszeichen von euch! 안녕히 계세요Annyonghi kyesayo