24.11.2010

Waffenstillstand?


Ein Bericht zur Lage der Nation :)

Die meisten haben es sicher mitbekommen. Nordkorea hat am Dienstag Südkorea angegriffen. Ich habe die Nachricht am Dienstag um halb 4 gelesen. Zu diesem Zeitpunkt wurde auf der 120 km entfernten Insel immer noch geschossen und mir blieb erstmal das Herz stehen.

2 Tage später.
Das Leben in Seoul ist wieder zur Normalität zurückgekehrt.
Genauer gesagt war es nie anders :)
Als wir am Dienstag von dem Angriff hörten war natürlich erstmal die allgemeine Anspannung und Aufregung zu spüren.
Es ist schließlich das erste Mal seit 1953 das sich die Armee in höchster Alarmbereitschaft befindet und es war auch das erste Mal das die zivile Bevölkerung betroffen war. (Zur Info: Nord- und Südkorea befinden sich offiziell immer noch im Kriegszustand. 1953 würde lediglich ein Waffenstillstand und bis jetzt kein Friedensvertrag geschlossen)

Doch wenn die Koreaner eines können dann ist es die Ruhe bewahren :)


Zwar gab es Demonstrationen vor dem Verteidigungsministerium, die Vergeltung forderten und nordkoreanische Flaggen und Porträts von Kim Jong Il und Kim Jong Un in Brand stecken allerdings fanden sich die meisten Koreaner einfach nur vor den Fernsehern ein um die Nachrichten und die Ansprache des Staatsoberhauptes zu Lage der Nation zu verfolgen. Man bemüht sich um Normalität, z.B. hat auch unser Koreanisch Unterricht 1,5 Stunden nach den ersten Einschlägen ganz regulär stattgefunden.

Es ist wieder einmal faszinierend zu beobachten wie gelassen diese Nation damit umgeht, dass das ihr unberechenbares Nachbarland immer wieder für explosive Überraschungen sorgt.

Wenn man allerdings die koreanische Presse verfolgt wird schnell klar worauf die "Gelassenheit" basiert und welch sensiblen Punkt Nordkorea immer wieder trifft. Das Wort das hier am häufigsten fällt ist "Wirtschaft". Angst vor Krieg ist für Koreaner nämlich gleichbedeutend mit Kapitalflucht ausländischer Investoren und Fall der Börsenkurse. Das wollen Sie UNBEDINGT verhindern und diese Denkweise ist sicher einer der Hauptgründe warum Sie sich all die Provokationen aus dem Nachbarland in den letzten Jahren gefallen ließen.
Während die Wirtschaft 1953 am Boden war und das Land zu den ärmesten der Welt gehörte arbeiten Sie sich in den letzten Jahren auf Rang 15 weltweit vor. Dieses Wirtschaftwachstum hat sich das Land hart erarbeitet und es ist verständlich das Sie diese Erfolge nicht einbüßen möchten!

Grundsätzlich fühl ich mich auch jetzt noch recht echt sicher hier.
Wir hatten uns alle zu Beginn bei den Botschaften registriert. Dort wird man dann gleich mit all den Informationen versorgt, z.B. über welchen Militärflughafen wir im Ernstfall ausgeflogen werden, was wir alles mitnehmen müssen, wo die nächste Evakuierungssammelstelle ist, was welches Sirenensignal bedeutet und und und...
Währrend am Dienstag aber die Norweger z.B. direkt eine Benachrichtigung mit Lagebericht und Notfallnummer bekamen war auf der Homepage der deutschen Botschaft nur zu lesen: "Achtung! Die Botschaft bleibt am 23.11.2010 leider geschlossen" hahaha :)

Ich hoffe beim nächsten Mal gibt es wieder erfreulichere Nchrichten.
Grüße an euch alle. Macht euch keine Sorgen!

03.11.2010

Midterms & schlafende Studenten



Anlässlich der Midterm Examen eine kleine Studie zum koreanischen Lernverhalten:


Zahnbürsten und Zahnputzbecher sind hier auf den Klos in den Unigebäuden keine Seltenheit. Zu Examenzeiten nehmen diese allerdings exponentiell zu. Der Grund dafür: Die Studenten leben dann regelrecht in der Uni und die Bibliothek ist dann die meiste Zeit total überfüllt... "die meiste Zeit" ist hierbei wörtlich zu verstehen denn die 24-Std Öffnungszeiten werden voll ausgenutzt und Nächtelang durchgearbeitet...um das Schlafdefizit auszugleichen is es völlig normal sich ein Kissen zum Lernen mitzunehmen um dann diekt auf den Büchern ein Nickerchen zu machen - Und falls das nicht reicht gibt es ja immer noch die regulären Vorlesungen. Hier wird geschlafen und geschnarcht was das Zeug hält.

Unter Anwesenheit wird hier in Korea nämlich definitiv nur körperliche Anwesenheit verstanden. Ich bin schon an Klassenzimmern vorbei gekommen wo von 60 Studenten mindesten 40 geschlafen haben - und damit meine ich wirklich schlafen...mit dem Kopf auf m Tisch, schnarchen und allem was dazugehört!
Den Stoff den Sie dadurch verpassen können Sie ja easy währrend ner Nachtschicht wieder aufarbeiten :)

Eine meiner Vorlesungen ist Freitagmorgens um 9. Wir sind insgesamt nur 6 Teilnehmer und nach ner durchfeierten oder durchlernten Nacht kann es gut sein das ich von den 6 die Einzige bin die sich zusammen reisst und nicht schläft. Allerdings nur aus purem Mitleid, denn die verzweifelte Professorin klammert sich dann natürlich an den einzig übrigen Blick den Sie noch erwischen kann. So wird dann immer öfter eine extrem intensive deutsch-koreanische Privatvorlesung daraus :)

Hab neulich sogar n Zeitungsartikel in der Korean Times über diese Phänomen gelesen http://www.koreatimes.co.kr/www/news/nation/2010/04/117_63892.html


Aber die Midterms sind vorbei, es wird weniger im Unterricht geschlafen und alle lassen es unitechnisch bissl ruiger angehn...
Da für alle die nur ein 1 Semester da bleiben langsam schon die letzten Wochen anstehen hat ne koreanische Freundin uns für dieses Wochenende einen Trip nach 설악산, einen Nationalpark im Norden, organisiert! Auf Google sieht das Ganze schonmal sehr vielversprechend aus (http://www.google.com/images?um=1&hl=de&client=firefox-a&rls=org.mozilla:de:official&tbs=isch:1&&sa=X&ei=yU3STIeIGJOasAPsj8jeCg&ved=0CCMQBSgA&q=Seoraksan+National+Park&spell=1&biw=1280&bih=610)

Und nächste Woche gehts gleich weiter mit Sightseeing wenn meine ehemaligen Mitbewohnerinnen aus Kufstein zu Besuch kommen (Juhhuu!)...und die Woche darauf gleich die nächste Kufsteinerin (Juhhuuu!! Juhhuuu!!) - Endlich wieder Freizeitstress statt Unistress :)
Außerdem kommt mit dem Besuch dann a bissl Heimatfeeling auf! Mal schaun ob Ihnen Seoul genauso gut taugt wie mir...Sie werden auf jeden Fall dann gleich mal ungeschont ins kalte Karaoke-Soju-Kpop-Kimchi Wasser geworfen! :)

Viele Grüße in alle Himmelsrichtungen.
또만나요.

Hier noch ein paar Fotos von unserem top-improvisierten-selbstgebasteltem-cheap-cheap Halloween Kostüm letzte Woche und ein paar neuen Eindrücken aus Seoul...















19.10.2010

Chuseok trip


Der Herbst ist eingekehrt in Seoul....während des Sommers war es meist schwül und regnerisch aber mittlerweile haben wir Traumwetter und geniessen die Sonne und die Blätter die sich langsam färben...tagsüber kann ma zur Zeit sogar no Flip Flops anziehn :) 








Unter http://www.facebook.com/album.php?aid=2090797&id=1403292911&l=a4261e385e gibt es übrigens noch Bilder von unsere Reise währrend der Chuseok Holidays (für die die sie noch nicht geshen haben)

1. Stop: Gyeongju



2. Stopp: Busan...vorallem Busan ist wirklich sehenswert!


Von hier aus geht die Fähre nach Japan....Die Stadt ist berühmt für Sightsseing, Strand, Feiern, den Fischmarkt & den Hafen, und naturlich Shopping! Das Gute am Shoppen in Korea ist das die Sachen so billig sind das man einfach auf den Nachmittagskaffee verzichtet und statt dessen n neues Kleid in der neuen Tasche hat :)

Außerdem erwähnenswert: die koreanischen Hostel.




25 Mann. 1 Raum. 1 Badezmmer. 1 Dusche (kalt natürlich) und NICHT 1 Bett :D
Man schläft nämlich ganz landestypisch auf dem Boden. Eine dünne Decke (vorzugsweise mit rosa-70er-Jahre-Blümchen-Motiv in pink oder helblau) dienst dann sowohl als "Matratze" als auch Zudecke. Klingt sehr unbequem. is es auch! :) ...aber man gewöhnt sich überrschend schnell daran und es lässt alte Hütten-Matratzenlager-Erinnerungen wieder aufleben (gell, Susl^^)



Außerdem scheint es als ob die Koreaner ziemlich in Feuerwerk vernarrt sind! Abends zieht es in Busan alle an den Strand. Dort werden dann alle paar Hundert Meter Feuerwerkskörper verkauft die die nächtlichen Strandspaziergänger und Partywütigen dann am Strand in den Himmel schiessen. Diese spontanen Feuerwerke aus ganz verschiedenen Richtungen, der typische Geruch gemischt mit dem Salzwasser und das aufjohlen der jeweiligen Grüppchen machen die besondere Atmosphäre nachts in Busan aus....





Hier in Seoul war letzte Woche auch n riesen Feuerwerk anlässlich des Hi Seoul Festivals...Tagsüber waren entlang des Han Rivers 1 Woche lang internationales Theater- und Kulturprogramm zu sehen und abends gab natürlich ein großes Feuerwerk mit vielen Zuschauern - "groß" heißt hier übrigens 1,5 Std (Von Brot statt Böller hat hier sicher noch nie jemand was gehört) und "viel" 1,6 Mio Leut :)

Über das Kulturfestival wurde übrigens sogar in Deutschland berichtet:

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,721897,00.html



14.09.2010

I ♥ Yonsei.

Längst überfälliger Nachtrag...


Seit wir hier angekommen sind reden die Koreaner von nichts anderem als Yon-Ko Jeon, das bedeutet: Krieg zwischen Yonsei University und Korea University.
Wir hatten ein ganz normales Sportevent erwartet aber normal war an dem Tag gar nichts!


Am meisten beeindruckt hat mich wohl die unglaubliche Energy der Koreaner. Cheering (also anfeuern) ist fast wichtiger wie das Spiel selbst und 8 Std tanzen, singen hüpfen ohne Pause ist ganz normal (müsst euch des fb Video anschaun des ich gepostet hab) Das Reportoire das gesungen wird umfasst ca. 15 Lieder, welche genau 2 verschiedene Inhalte haben:



1. "I Love Yonsei, I love Yonsei, I love Yonsei...."

oder

2. "Alle an der Korea University sind dumm und hässlich!"

..that's it, ganz einfach :)


Der Ausnahmezustand im Stadion wurde nur noch davon übertroffen was die Uni rund herum auf die Beine gestellt hatte:

FREE FOOD: d.h. Im Stadion, am Campus und im Stadtteil gabs überall Essen umsonst...Nudeln, Chicken, Pommes, Waffeln, Hotdogs...alles was das Herz begehrt!

FREE ENTERTAINMENT:
Konzerte mit den Superstars aus den koreanischen Top 10
-> Unbedingt dieses kurze Video anschauen, das bringt die Stimmung ab 0:48 perfekt auf den Punkt!
http://www.youtube.com/watch#!v=sghLyIHvb8M&feature=related

...und das Beste: FREIBIER all day long!!



07.09.2010

birthday. taifun. timetable.

Der Uni-Alltag hat begonnen und mein Stundenplan steht. Mit der weit verbreiteten "Exchange-Studenten-3-Tage-Woche" kann ich aber leider nicht mithalten :)

...Aber!
Die Kurse hier sind wirklich extrem interessant  und das Engagement und der Enthusiasmus der Professoren ist total ansteckend. Mit den Vorlesungen in Kufstein ist das nicht annähernd zu vergleichen! Allerdings sind die Klassen ganz klein, die Professoren erwarten einiges und uns wird immer wieder vor Augen geführt wie angesehen unsere Uni hier im Land ist. Bestes Beispiel, meine Emerging Markets Vorlesung bei einer Professorin mit 3 Doktortiteln. Diese Vorlesung findet in einem Raum statt, der aussieht wie ein Konferenzraum der Vereinten Nationen: Halbrund mit fetten Ledersesseln und Mikrofonen! Als ich dort das erste mal eintraf wartete ein komplett ausgeleuchetet Raum mit Kamerateam auf uns. Die Austauschstudenten wurden in der ersten Reihe platziert  und die gesamte Vorlesung im TV übertragen! verrückt!

Ansonsten waren die Highlights letzte Woche: 

Taifun Kompasu.

Der stärkste Taifun seit 15 Jahren. Fünf Menschen sind durch den Sturm gestorben. Ich bin nicht mal aufgewacht :) Erst am nächsten Morgen auf dem Weg zur Vorlesung hat mich diese Szenario erwartet.   











Mein Geburtstag.

Wir waren erst in einem koreanischen Restaurant beim Essen und anschließend gings in meine Lieblingsbar. Dort hatten meine koreanischen Freunde dann als Überraschung eine Geburtstagstorte organisiert! Und obwohl ich an dem Tag das erste Mal richtig Heimweh hatte, wegen all der lieben Grüßen aus der Heimat und überall aus der Welt (D A N K E!!!),  hat diese Überraschung und der schöne Abend doch ein sehr breites Lächeln auf mein Gesicht gezaubert und bleibt definitiv unvergesslich!














Aufrütteln der Woche. 

In meinen Free Trade Kurs diese Woche gab einen Moment in dem alle ganz still wurden. Es ist ein Kurs nur für Austauschstudenten und wir haben die  politische und gesellschaftliche Situation in Korea analysiert. Meine koreanische Professorin, die früher in einer amerikanischen Consultant Firma gearbeitet hat (einer ihrer ehemaligen Kunden ist Steve Jobs! Quite impressive!)...meinte plötzlich zu uns: "Ihr musst euch bewusst sein das dieses Land hier noch weit entfernt von einem friedlichen Leben ist.  Nachdem Deutschland wiedervereint wurde lebt Ihr hier jetzt im einzigen Land der Welt das geteilt ist..." (alle wurden ganz still) "...Die Regierung versucht zwar die Menschen ruhig zu halten aber wir sind immer noch in einer Kriegsituation und ein militärischer Akt kann zu jedem Zeitpunkt passieren....im Okt. 2006 war der letzte Atombomben Test von Nordkorea. Seoul liegt nur 40 Meilen von der Grenze entfernt und ist schon mit normaler Artillerie angreifbar. Alles was hinter der Grenze liegt wird von einer absolut unberechenbaren Regierung regiert...ich hoffe Ihr wart euch dessen bewusst als ihr euch für Südkorea entschieden habt " 

Stille unter den Studenten. 

Sie wollte uns eigentlich nur die Lage und die Mentalität der Koreaner näherbringen aber für uns alle war es doch etwas schockierend sich dies so bewusst zu machen. Wenn man hier lebt vergisst man diese Tatsache oft und es ist wirklich faszinierend und erschreckend zugleich in welch Gegensätzen die Menschen hier leben. Absolute Industrialisierung und Boom vs. ständige Anspannung. Das gab doch etwas Stoff zum Nachdenken....

Aber apropos Anspannung, kleine Anekdote noch von gestern:

Mein Laptop ist gestern völlig unvorhersehbar gecrashed. Inklusive Bachelorarbeit. In totaler Panik hab ich dann versucht jeden zu erreichen der was von Computern versteht. Witzigerweise hat es sich dann zu einer genialen International-Notfall-Support-Helfer-Kette entwickelt,  die in einem 12-stündigen Skype Marathon das Problem letztendlich gelöst und die Bachelorarbeit & den Laptop gerettet hat.

Team Korea sagt Danke an Andi (Team Spanien, Notfall-Erstversorgung), Abdi (Team Niederlande für Zweit Laptop und endlose Stunden Beistand) und natürlich Team Germany Julian, Hanna, Iris & Juli und Dr. inf. Fabi-Hero-of-the-day-Hoh! Ihr habt mir den Tag gerettet!

Wer übrigens noch mehr Bilder sehen möchte, check:
http://www.facebook.com/album.php?aid=2075531&id=1403292911&l=f989ac0c36 und
http://www.facebook.com/album.php?aid=2086301&id=1403292911&l=363563b135

Grüße aus Seoul.
Vermiss euch alle sehr.



29.08.2010

Der Beginn einer Freundschaft.

Seoul und ich. Aus dem aneinander ran tasten ist inzwischen eine innige Freundschaft geworden. Kann mir fast nicht vorstellen das 1 Jahr reicht um in diese Stadt komplett einzutauchen....Im Moment sauge ich einfach alles auf und freu mich, dass es das Schicksal so gut mit mir meint :)

Viel ist passiert in der letzten Woche. Zwar waren wir noch nicht viel Sightseen allerdings haben wir viel über die koreanische Lebens- und Feierweise gelernt :)




Essen zum Beispiel. 

Das Essen hier ist extrem lecker und für 4.000 - 7.000 Won (2-5 €) kann man es sich im Restaurant schon richtig gut gehn lassen....Das ist mit einer der Gründe das man sich eigentlich ständig mit jemand zum essen trifft! Meist zieht man erst seine Schuhe aus, bekommt dann was zum Hände waschen und setzt sich im Schneidersitz an die kleinen Tischchen...man bekommt normalerweise immer ein Basisgericht mit lauter kleinen zusätzlichen Schälchen - neben Kimchi gibt es dann meist scharfe Würzpasten, Süßkartoffeln, Algen, Rettich, Nudelsalat, Salat, Soßen, Rinder- oder Fischfond, irgendwelches Seefood, Ei, Tofu, usw - meist steht der ganze Tisch voll mit Schalen und jeder bedient sich - eine sehr schöne und gesellige Art zu Essen!



Apropos Kimchi (koreanisches Nationalgericht) : Witzigerweise sagen die Koreaner auf Bildern Kiiimmmchiiii statt Cheeese und ohne das obligatorische Peace Zeichen geht gar nix. Sämtliche Klischees werden hier zu 100% abgedeckt und man gewöhnt es sich selbst verdammt schnell an! :)



Hab seit letzter Woche übrigens auch n Koreanisches Alleskönner-Handy. Was ganz praktisch ist, denn in der Stadt hat man überall Wlan Empfang und so sitzen in der Metro oder im Bus alle mit Ihren Handys da und schaun fern oder facebooken. Selbst ich surfe mittlerweile im Internet währrend ich vom einkaufen zurück ins Wohnheim laufe  oder wo warten muß.  Aber so schlimm wie bei den Koreanern ist es bei mir noch nicht,  ein Koreaner kann nicht 1 Minute ohne sein Handy leben...Vorallem die Mädels. Die haben natürlich alle pinke Modelle - da hängen dann immer noch kleine Anhänger wie Glückbringer, Lipgloss, Ubahncard, Spiegel, usw dran. 

Aber apropos koreanische Lebensweise. Regel Nr.1: Hier ist alles ein bischen verrückt und unvorhersehbar :) z.b.: 

wollte ich das Wochenende eigentlich ein bischen ruhiger angehen und auschlafen nachdem jeden Tag irgendein anderer Studentclub ne Party geschmissen hat oder es was gab wo man anstehen musste...Aber normal gibt’s hier scheinbar nicht, denn am Freitagabend hat hier im Wohnheim ne Agentur Studenten aus aller Welt für n Shooting für LG gesucht – Zack und promt fanden wir uns am Samstag irgendwo am Stadtrand von Seoul beim Photoshooting  und starrten fleißig auf unseren LG Monitor hahaha...Meine ersten selbstverdienten Won!

So kann es weitergehen :) Grüße aus Seoul!


25.08.2010

Seoul - Annette. Annette - Seoul.



Wir tasten uns langsam aneinander ran und ich bin total fasziniert und begeistert von dieser Stadt. 

So viel ist passiert in den letzten Tagen und ich lerne jeden Tag mehr über Korea & die Koreaner!

Die Erkenntnisse der letzten Tage sind: 

1. Seoul ist total verrückt, bunt und man findet an jeder Ecke was leckeres zu Essen! :)

2. Die koreanische Bürokratie ist noch viel schlimmer als die Deutsche, das kombiniert mit der Tatsache das Sie aus Höflichkeit nie zugeben würden wenn Sie was nicht wissen oder verstehen kann manchmal doch sehr anstrengend sein...  
 
 

 3. Koreaner sind extrem hilfbereit! Wenn man nach dem Weg fragt kann es beispielsweise gut sein das Sie einen direkt hinbringen (auch wenn es ne halbe Std Umweg für Sie bedeutet!) ...und gerade heute hat mir ne koreanische Freundin angeboten das ich einen Handyvertrag auf Ihren Name machen kann um die ganze Bürokratie zu umgehn...es wird einem echt überall Hilfe angeboten.

4. Das Essen ist total lecker...Auf dem Bild seht Ihr mein Lieblings-Essen-Standl. Praktischerweise werden die Teller in ne Plastiktüte gepackt -> kein Spülaufwand! Das auf dem Bild ist übrigens mein Frühstück von heute: Mandu, so ne Art koreanische Maultaschen


5. Der Yonsei Campus ist in etwa so groß wie mein Heimatdorf, hat aber 47.000 mehr Einwohner :) Um die weiten Wege zurückzulegen gibt  es einen kostenlosen Shuttlebus der einen überall hinbringt...sehr praktisch, vorallem bei der Hitze im Moment...Unten sieht man die riesige Samsung Bibliothek und ein Unigebäude.





 Sodele, mehr Erkenntnisse dann beim nächsten Mal! Ganz liebe Grüße an alle in der Heimat! (Damit dürfen sich die Österreicher auch angesprochen fühlen :) )



 

22.08.2010

Downgrading: Von Businessclass zum Strafenkatalog



Nachdem ich von allen zuhaus so lieb verabschiedet wurde -> wie man auf dem Bild sieht! :) bin ich mittlerweile gut in Korea angekommen. 

Sitz im Moment in meiner Zelle auf m Campus und gluecklicherweise hat sich rausgestellt das die Zelle gar nicht so zellenartig ist :) Hatte mal wieder Glueck und bin im ganz neu gebauten Wohnheim untergekommen und da san die Zimmer echt total in Ordnung (hab sogar nem eigenen Kuehlschrank im Zimmer, Klimaanlage und n kleinen Balkon). Allerdings gibt es einen Strafenkatalog fuer das Verhalten im Wohnheim und falls ich so dreist sein sollte ein Foto aufzuhaengen oder Rumours, also Gerüchte, verbreite sitz ich quasi schon vor der Tuer...hahaha...verrueckt diese Koreaner :)

Aber bin wirklich froh an meinem Einzelzimmer! Hab einen aus Groeningen kennengelernt der teilt sich ein Zimmer mit nem Koreaner, muß allerdings auf Bad- und Klotuer verzichten:)  


Ansonsten stand der Trip ja von Anfang an unter einem guten Stern, wurde in Frankfurt am einchecken gleich in die Businessclass upgegradet! Bin mir mit meinen Wanderschuhen, den Schlabberhosen und dem 50l Rucksack zwar n bischen deplatziert vorgekommen, aber das perfekte Rinderfilet, die Kuschel Patschn, meine eigene Stewardess die und die Tatsache das ich mit den Fussspitzen nicht mal meinen Vordemann erreicht hab wenn ich mich angestrengt hab warn dann sehr entspannungsfoerdernd  :)  Bis jetzt lief alles 1A!